Grundwerte

LEBENsmittel

Wir wollen:

Ernährungssouveränität unterstützen.

ökologische Lebensmittel (auch nicht-zertifizierte Lebensmittel von vertrauenswürdigen Erzeugern oder kollektiv selbst-erzeugte!).

Produzenten, die ohne existenziellen Druck und unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und leben können.

Transparenz über die genaue Herkunft, die Verarbeitung, die Transportwege der Produkte sowie über sozialen und ökologischen Aspekten der Produktion.

einen direkten Bezug zu und von Produzenten fördern.

Plastikmüll reduzieren.

verschenken statt wegschmeißen, zero waste anstreben.

Sinnvolle Transportwege und vielfältige Landwirtschaft fördern. [mehr]

Dass Mandeln nicht nur in Kalifornien, Buchweizen nicht nur in Russland und Reis nicht nur in Indien sondern auch viel näher bei uns wachsen können, muss man erst mal herausfinden. Diese näher gewachsenen Lebensmittel sind oft nur in relativ kleinen Mengen vorhanden und meistens viel teurer als weiter her gereiste. Es kann sich aber ändern! Wenn wir die rote Bohnen aus dem Kaiserstuhl essen statt der chinesischen, verbessern wir nicht nur unser CO2-Abdruck. Wir fördern hier die Diversifizierung der Mais Monokultur und machen dort Raum für Selbstversorgung statt Exportbohnen. In bestimmten Fällen unterstützt aber auch der Kauf eines weit her gereisten Lebensmittel den Erhalt der Biodiversität oder die Autonomie und Möglichkeit zur Selbstversorgung ihrer Produzenten in einer anderen Weltgegend….dann ist abwägen dran!

Mitgestalten

Wir legen Wert auf eine gemeinschaftliche Herangehensweise und auf Strukturen, welche zu Partizipation ermutigen. Die Zeit, die gemeinsame Prozesse oft brauchen (besonders in der Entstehungsphase), wollen wir uns nehmen und sie effektiv und konstruktiv gestalten.

Wie die Gründungsmitglieder das genaue Konzept entwerfen, ist ein erster Vorschlag. Wie es sich weiter entwickelt, liegt längerfristig in den Ideen und Händen aller MitgestalterInnen.

Für Kreativität, Flexibilität und Nervenkitzel sorgt das Ziel, bei Beschlüssen einen Konsens zu finden.

Umgang miteinander

Wir alle, die wir uns zusammen tun wollen, um aktiv unsere Lebensmittelversorgung zu gestalten, streben vermutlich etwas an und gehen individuelle, vielfältige Wege.

Die einen konzentrieren sich auf bestimmte Ziele (z.B. plastikfrei leben, tierische Produkte meiden). Andere jonglieren mit verschiedenen Ansätzen und setzen die Prioritäten je nach Situation.  Wie der Weg auch immer sei, jede/r hat vermutlich andere Vorstellungen darüber, was Priorität haben sollte. Und ein persönliches Gefühl, welche Kompromisse annehmbar sind.

Ernährung hat viele Auswirkungen! Die im Rahmen des Lebensmittelkollektivs entstehende Möglichkeiten sollen dir dabei helfen, die Auswirkungen, die du verhindern willst, zu verhindern und die, die du unterstützen willst, zu unterstützen. Prioritäten setzt jede/r für sich!