Grundwerte

LEBENsmittel

Wir wollen:

Ausschließlich Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft. Nicht-zertifizierte Lebensmittel von vertrauenswürdigen Erzeugern sind nicht ausgeschlossen.

Transparenz! Die genaue Herkunft, die Verarbeitung, die Transportwege der Produkte und ggf. Informationen zu sozialen und ökologischen Aspekten der Produktion zur Verfügung stellen.

Produzenten, die ohne existenziellen Druck und unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten und leben können.

Viele Produkte in Großgebinden und zum Abfüllen. plastikfreie Artikel.

Verschenken statt wegschmeißen, zero waste anstreben

Viele Produkte direkt vom Produzenten.

Ernährungssouveränität unterstützen.

Sinnvolle Transportwege und vielfältige Landwirtschaft fördern. [mehr]

Dass Mandeln nicht nur in Kalifornien, Buchweizen nicht nur in Russland, rote Linsen nicht nur in Indien und Reis nicht nur in Thailand sondern auch viel näher bei uns wachsen können, muss man erst mal herausfinden. Diese näher gewachsenen Lebensmittel sind oft nur in relativ kleinen Mengen vorhanden und meistens viel teurer als weiter her gereiste. Es kann sich aber ändern! Wenn wir die rote Bohnen aus dem Kaiserstuhl essen statt der chinesischen, verbessern wir nicht nur unser CO2-Abdruck. Wir fördern hier die Diversifizierung der Mais Monokultur und machen dort Raum für Selbstversorgung statt Exportbohnen. In bestimmten Fällen unterstützt aber auch der Kauf eines weit her gereisten Lebensmittel den Erhalt der Biodiversität oder die Autonomie und Möglichkeit zur Selbstversorgung ihrer Produzenten in einer anderen Weltgegend….dann ist abwägen dran!

Es könnte so aussehen:

  • Eine bunte Vielfalt an Lebensmitteln zum Abfüllen: Nüsse & Saaten, Getreide, Hülsenfrüchte, Nudeln, Gewürze, Öle, Oliven, Trockenfrüchte, Gemüsebrühe, selbst gemahlenes Mehl, Sojasoße, Essig, Senf, Tees…

  • Auch verpackte Produkte wie Glaskonserven, Nussmuse, Saft, Wein, Honig, Knäckebrote, Zwieback
  • Vielleicht eine Auswahl an frischen Lebensmitteln: Eier, Tofu- und Käsespezialitäten aus der Region, Milchprodukte, frische Pestos und Aufstriche.
  • Frisches Gemüse, Fleisch und Obst punktuell in Form von Sammelbestellungen. [mehr]

    Die Solavie und der Wochenmarkt in OG haben in Puncto frisches Gemüse ziemlich viel zu bieten. In Orten, die von dieser Versorgung zu entfernt sind, könnten eine SoLaWi oder Markt-ähnliche Möglichkeiten ins Leben gerufen werden.

    Wenn es kurzzeitig von einer bestimmten Kultur sehr viel gibt, könnten wir regionalen Produzenten den Überschuss abnehmen, z.B. Erdbeeren, Kulturheidelbeeren, Tomaten, Kiwis. Fleisch könnte auch abhängig vom Bedarf und der Verfügbarkeit bestellt werden.

    Die saisonale Direktbestellung von Früchten, die hier nicht wachsen (Orangen, Granatäpfel, Avocados, Mangos) macht im Vergleich zum Einzellkauf in vielerlei Hinsicht Sinn: Mehr Transparenz, keine Umwege, keine Zwischenhändler = Frische, reif geerntete Früchte, mehr Geld für die Produzenten, preiswerter für uns.

  • Artikel des Hygiene- und Putzbedarfs, insbesondere Produkte zum Abfüllen.
  • Andere Produkte des täglichen Bedarfs, z.B. Papier, plastikfreie Behälter.

Je nachdem wer sich dafür einbringt, haben die Recherchen und das ausgesuchte Sortiment unterschiedliche Schwerpunkte.

Mitgestalten

Wir legen viel Wert auf eine gemeinschaftliche Herangehensweise und auf Strukturen, welche zu Partizipation ermutigen. Die Zeit, die gemeinsame Prozesse oft brauchen (besonders in der Entstehungsphase), wollen wir uns nehmen und sie effektiv und konstruktiv gestalten.

Wie die Gründungsmitglieder das genaue Konzept entwerfen, ist ein erster Vorschlag. Wie es sich weiter entwickelt, liegt längerfristig in den Ideen und Händen aller MitgestalterInnen.

Für Kreativität, Flexibilität und Nervenkitzel sorgt das Ziel, bei Beschlüssen einen Konsens zu finden.

Umgang miteinander

Wir alle, die wir uns zusammen tun wollen, um bewusster einzukaufen, streben vermutlich etwas an und gehen individuelle, vielfältige Wege.

Die einen konzentrieren sich auf bestimmte Ziele (z.B. plastikfrei leben, tierische Produkte meiden). Andere jonglieren mit verschiedenen Ansätzen und setzen die Prioritäten je nach Situation.  Wie der Weg auch immer sei, jede/r hat vermutlich andere Vorstellungen darüber, was Priorität haben sollte. Und ein persönliches Gefühl, welche Kompromisse annehmbar sind.

Ernährung hat viele Auswirkungen! Die im Rahmen des Lebensmittelkollektivs entstehende Möglichkeiten sollen dir dabei helfen, die Auswirkungen, die du verhindern willst, zu verhindern und die, die du unterstützen willst, zu unterstützen. Prioritäten setzt jede/r für sich!